Was ist eine Umschuldung? Wie Sie sich günstige Zinsen sichern und das Haushaltskonto entlasten

von Kristian Bader 38 Ansichten0

Was ist eine Umschuldung?

Ärgern Sie sich auch über hohe Kosten für Ihre Kredite? Wie können auch Sie von den günstigen Zinsen profitieren und Ihre monatliche Belastung senken?

Eine geringere finanzielle Belastung bei Banken zu haben, steht bei einigen Bankkunden auf dem Wunschzettel. Denn häufig haben sich über mehrere Jahre hinweg einige Kredite angehäuft. Da die Kreditzinsen im Moment niedrig sind, kann sich eine sogenannte Umschuldung für Sie lohnen.

Was ist eine Umschuldung?

Unter einer Umschuldung können Sie sich die Ablöse eines einzelnen Darlehens oder das Zusammenlegen mehrerer Kredite vorstellen. Das lohnt sich vor allem dann, wenn ihre Kreditverträge bereits seit einiger Zeit laufen und Sie dafür wesentlich höhere Zinsen bezahlen, als Sie derzeit bezahlen müssten. Eine Studie des Vergleichsportals CHECK24 hat gezeigt, dass Kreditnehmer mit einer Umschuldung bis zu 2.000 Euro Kosten alleine durch niedrigere Sollzinsen sparen können. Wie viel Zinsen Sie für einen neuen Kredit bezahlen müssen, können Sie am einfachsten mit einem Kreditrechner berechnen.

Oft wird eine Umschuldung eines teuren Altkredits aber auch ins Auge gefasst, weil die monatlichen Raten den Kreditnehmer überfordern. Hier hilft eine Umschuldung, die durch einen günstigeren Zinssatz und eine längere Laufzeit die Raten senkt und trotzdem noch Zinsen sparen hilft. Ein Beispiel: Der Kreditvertrag hat eine Restschuld von 15.000 Euro und läuft bei 7,5 Prozent Zins noch zwei Jahre. Die monatliche Rate liegt bei 673,32 Euro, sodass insgesamt über die zwei Jahre rund 1.160 Euro Zinsen fällig sind. Mit einer Umschuldung kann der Darlehensnehmer den Kredit zum Beispiel auf 36 Monate strecken. Angenommen, er erhält dafür einen aktuellen Zinssatz von 3,5 Prozent im Jahr, fällt die monatliche Rate auf knapp 440 Euro. Trotz der monatlichen Entlastung in der Haushaltsrechnung sind über die drei Jahre nur rund 810 Euro Zinsen an die Bank zu berappen. Eine Ersparnis von immerhin 350 Euro.

Diese Fragen sollten Sie sich vorab stellen

  • Wie hoch sind die Restbeträge für Ihre Kredite?
    Zunächst müssen Sie herausfinden, wie viel Kredit Sie noch an die Bank zurückzahlen müssen. Ähnlich des Kontostandes sagt der Banker dazu Restschuld. Die Summe aus allen Restschulden, die noch offen sind, ergibt für Sie den neuen Betrag für Ihren Umschuldungskredit.
  • Wie hoch sind die Zinsen für Ihre Kredite?
    Welchen effektiven Zinssatz berechnet Ihnen derzeit die Bank für Ihre Altkredite? Nicht zu verwechseln mit dem nominalen Zinssatz. Denn nur im Effektivzinssatz sind alle Kosten und Gebühren bereits enthalten. Um einen günstigeren Kredit zu finden, sollte der Effektivzins für Ihren Umschuldungskredit natürlich niedriger sein.
  • Wie hoch sind alle Kreditraten zusammen?
    Wie viel zahlen Sie derzeit für alle Kredite an die Bank zurück? Mit welcher Summe können Sie monatlich derzeit gut auskommen und wie hoch darf Ihre Wunschrate maximal sein, damit unvorhergesehene Ausgaben wie eine kaputte Waschmaschine oder eine Autoreparatur Sie finanziell nicht in Bedrängnis bringen?
  • Welche Bedingungen stehen im Kreditvertrag?
    Prüfen Sie zudem, ob eine Rückzahlung zu hundert Prozent der noch offenen Summen für Sie kostenlos ist oder ob die Bank hier eine Art Gebühr für den Zinsausfall berechnet. Im Fachjargon nennt man das Vorfälligkeitsentschädigung. Bei Ratenkrediten ist diese „Strafe“ auf höchstens ein Prozent des Kredits seit 2010 laut der EU-Verbraucherkreditrichtlinie beschränkt. Wenn die Restlaufzeit Ihres Altkredites weniger als zwölf Monate beträgt, sinkt die maximale Entschädigung für die Bank sogar auf 0,5 Prozent des noch offenen Kreditbetrags. Dennoch verlangen nicht alle Kreditgeber für die Ablöse eine Gebühr, können aber die Höhe der Sondertilgungen beschränken. Achten Sie daher künftig auf eine kostenlose Gesamttilgungsmöglichkeit.

All diese Informationen entnehmen Sie am einfachsten aus Ihrem Kreditvertrag und den Kontoauszügen.

Wie löst man den Altkredit ab?

Wenn die Summe aus allen an die Bank zurückzuzahlenden Kredite und die neue Laufzeit für Sie feststeht, können Sie mit einem Vergleichsrechner Zinsen und günstige Angebote miteinander vergleichen. Wichtig dabei ist, dass Sie auch den Verwendungszweck „Umschulung“ dabei auswählen. Denn so weiß das Kreditinstitut, dass Sie Ihre alten und in den Schufa-Unterlagen vermerkten Kredite ablösen und nicht ein zusätzliches Darlehen aufnehmen wollen. Das kann für die positive Zusage für den neuen Kredit eine wichtige Rolle spielen.

Steht bereits eine neue Anschaffung auf dem Programm, zum Beispiel für einen Fernseher, eine Waschmaschine oder den Roller für die Tochter oder Sohn? Dann erhöhen Sie einfach im Kreditvergleich die Kreditsumme um diesen Betrag, um nicht in ein paar Wochen oder Monaten erneut eine Kreditanfrage starten zu müssen. Übrigens: Bei vielen Angeboten wird der neue Kredit bereits komplett digital abgeschlossen. Ein Gang zur Post oder nur vor die Türe ist damit nicht mehr notwendig.

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Kristian Bader

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