Nintendo Switch – Was kann die neue Spielkonsole?

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Nintendo Switch

Gebannt vor dem Fernseher sitzen. Mit Karts über die virtuelle Rennstrecke flitzen. Bomben über seine Feinde abwerfen. Und dann einfach umschalten, geschweige denn abschalten.

Nintendo Switch- ein (Hand-) Held

Das geht doch nicht. Dachte man bis zum 3 März 2017. An diesem Tag brachte der japanische Spielehersteller Nintendo seine neue Konsole Switch heraus und verkündete: Mit diesem Mix aus Tablet, Handheld und Heimkonsole passen wir uns der Lebenswirklichkeit unserer Nutzer an! Game over wird es für den passionierten Zocker beim Verlassen seines stationären Heimkonsolenbereichs nun also nicht mehr heißen. Die Nachfolgerkonsole der Wii U mit seinem portablen System erlaubt es dem User erstmalig sein „Heimspiel“ Outdoor fortzusetzen.

So sieht die Revolution auf dem Konsolenmarkt aus: das Nintendo Switch Set

Die Jagdsaison auf Pokemons wird nun also überschattet von „Switchern„, die mit der Hybridkonsole von Nintendo ihre Lieblingsgames im Stadtpark, in Bus und Bahn und auf der Straße zocken. Zu schweren Zusammenstößen zwischen beiden Fanlagern ist es allerdings noch nicht gekommen. Auch wenn das Marktforschungsinstitut Superdata bereits in der ersten Woche nach dem Releasedatum von weltweiten Rekord-Verkaufszahlen (ca. 1,5 Millionen) spricht. Der Preis von rund 329€ übertrifft mühelos die Konkurrenzangebote Xbox und Playstation 4. Doch übertrifft Nintendo auch die Erwartungen der Anwender mit seinem neusten Clou?

Was haben wir in der Hand? Was liefert uns Nintendo?

  • Ein Tablet mit einer Displaygröße von 6,2 Zoll
  • Zwei abnehmbare Joy-Con Controller in den Farben neonblau und neonrot oder grau
  • Zwei Joy-Con Controller Handschlaufen
  • Die Nintendo Switch Basisstation
  • Ein HDMI-Kabel, um die Switch Station mit dem TV-Gerät zu verbinden
  • Eine Joy-Con Controller Halterung

Den richtigen Anschluss finden: Steuerung und Technik

Nintendo Switch

Mit dieser Grundausrüstung können Sie schon einen nicht langhaarigen Bombenleger alias Bomberman auf seiner explosiven Mission begleiten.

Er gehört neben Kultcharakter Link (aus Zelda) zum festen Spiele-Repertoire seit der Geburtsstunde der Switch. Wo sie auftreten, hängt ganz von den Lebensgewohnheiten der User ab.

TV-Modus:

Zum Beispiel könnten sie auf dem hochauflösenden HD-Bildschirm (1920×1080 Pixel) des Fernsehers erscheinen, sobald Sie das Tablet in der Docking-Station positioniert haben und mithilfe des mitgelieferten HDMI-Kabels mit dem TV-Gerät verbunden haben.

Handheld-Modus:

Als neue Arbeitskollegen oder Fahrgäste im Bus können Ihre Lieblingshelden dann immer noch mit von der Partie sein. Vorausgesetzt Sie haben das Tablet aus der Docking-Station entnommen, die Joy-Con Controller in die vorgesehene Führungsschiene (rechts und links neben dem Tablet) eingeklinkt und somit die stationäre in eine portable Konsole verwandelt.

Table-Modus:

Warum es ausgerechnet zwei Joy-Con Controller sind, wird schnell klar. Nintendo setzt insbesondere im Table-Modus auf Teamplay. Dazu wurde das Tablet mit einem aufklappbaren Ständer versehen. Für den gemeinsamen Spielspaß kann es auf jeden Tisch oder jeder Abstellfläche wie ein Bilderrahmen aufgestellt werden.

Wenn reale Welt und Spielewelt miteinander verschmelzen

Es ist ein bisschen wie ein Paralleluniversum. So wie ich mich im realen Leben bewege, so kommt es auch immer bei meinem Gegenüber an. Das sind keine küchenpsychologischen Weisheiten. Das sind die Erkenntnisse, die sich Nintendos Spieleentwickler bei der Switch zunutze machen. Der Spieler soll nicht nur mit hochauflösenden optischen Reizen konfrontiert werden. Nintendo will uns mit haptischen Eindrücken fesseln. Dazu hat es Beschleunigungssensoren und Gyroskopen im linken Joy-Con Controller verbaut. Alle Bewegungen, die der Spieler real ausführt übertragen sich somit unmittelbar ins Spielgeschehen.

Die HD-Rumble Funktion geht sogar noch einen Schritt weiter und lässt einen Gewichtsverlagerungen am eigenen Leib spüren. Das fühlt sich dann an wie tausende kleiner Kügelchen, die sich im Controller hin- und her bewegen. Aber es müssen gar keine realen Personen sein, die direkten Einfluss auf das Spielgeschehen haben. Was auf den ersten Blick aussieht wie ganz normale Sammelfiguren der beliebten Nintendo Stars sind in Wirklichkeit „Geheimdienstmitarbeiter!„. Über den rechten Joy-Con Controller lassen sich mithilfe der NFC Technik (Kontaktpunkt am Controller) nützliche bzw. lustige Features in Spielen freischalten. So kann im Spiel Super Mario Maker beispielsweise ein fliegender Zauberpilz freigeschaltet werden.

Online sein im Nintendo eShop

Das Herzstück der Switch sind und bleiben aber die Games und die Player. Noch sieht das Spieleangebot mager aus und anders als bei so mancher Vorgängerkonsole hat Nintendo diesmal auf Demospiele im Rahmen der Switch-Konsole verzichtet.

Dafür wirbt es schon jetzt mit verheißungsvollen Neuerscheinungen wie Super Mario Odyssee oder Ultra Street Fighter II. Abonnenten des hauseigenen eShops können solche sowie viele weitere Neuerscheinungen über den Online-Dienst erwerben, Videos und Trailer ansehen, Produktempfehlungen über die integrierten sozialen Netzwerke (Facebook, Twitter etc.) abgeben und im Multiplayer-Level gegen andere Spieler antreten. Dieser Luxus hat natürlich seinen Preis. Denn das bis dato kostenlose Abo soll ab Herbst 2017 kostenpflichtig werden.

Switchen hat seinen Preis

Für ein Meisterwerk, das in dieser Form einzigartig auf dem Konsolen-Markt ist, können und müssen Sie ruhig etwas tiefer in die Tasche greifen. Die Speicherkapazität der der Handheld-Konsole beträgt nämlich nur 32GB (davon sind ca. 6GB als Systemdaten belegt). Um eine Erweiterung per Mirco SD-Karte kommt man bei den umfangreichen Spielen meistens nicht drum herum. Auch für das Aufladen der Joy-Con Controller müssen Sie für eine zusätzliche Aufladehalterung Geld investieren.

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