LAN-Switch – Vorteile, Kaufkriterien, Top 2 Modelle

von Redaktion 22 Ansichten0

Lan Switch

Haben Sie sich schon einmal gefragt, was all die Geräte rund um Ihren Router zu Hause für eine Aufgabe haben?

Der Techniker des Providers kommt, montiert und installiert zahlreiche miteinander verbundene Geräte und geht wieder ohne eine Erklärung, was der Kabelsalat genau bedeutet. Später flattert eine dicke Rechnung ins Haus, die die installierten Geräte auflistet. Spätestens zu diesem Zeitpunkt kommt die Frage auf, ob alle Geräte wirklich so gebraucht werden. Wer sich ohne eigenes Fachwissen IT-Geräte andrehen lässt, wird leicht zum Opfer der teuren Überdimensionierung seines eigenen Netzes.

Verloren im Fachbegriff-Dschungel

  • Was ist der Unterschied zwischen Hub und Switch?
  • Wofür benötige ich Ports und wie viele sollen es sein?
  • Was bedeutet der Begriff Durchsetzungsrate?
  • Was hat Verkehr mit meinem Internet zu tun?
  • Und wofür brauche ich mehrere Geräte, wenn doch das WLAN aus meinem Router kommt?

Wer nicht im Thema Netzwerktechnik bewandert ist, hat es schwer in der Flut aus Fachbegriffen den Überblick zu behalten. Ein Gerät, das von nahezu jedem unwissentlich benutzt wird, wird nach dem Lesen dieses Artikels keine offenen Fragen mehr aufwerfen. Es geht um den Lan Switch.

Ein Grundstein der Netzwerktechnik

Auf der ganzen Welt kommunizieren Geräte miteinander. Ob mit WLAN, Bluetooth oder dem allseits bekannten LAN-Kabel. Eine Gemeinsamkeit haben all diese Verfahren. Wenn Gruppen von Geräten miteinander Daten austauschen wollen, wird eine gemeinsame Kreuzung gebraucht. Von einem Knotenpunkt aus finden die Datenpakete ihren Weg zum Empfänger. Ein Switch kann eine solche Kreuzung darstellen.

Das Prinzip ist grundsätzlich ganz leicht zu verstehen. Werden zwei Computer mit einer LAN-Leitung verbunden, können sie miteinander kommunizieren. Einen dritten Computer einzubinden und somit die kleinste Form eines Netzwerkes zu erstellen, ist allerdings nicht mehr einfach möglich. Die meisten Computer besitzen nämlich nur einen Netzwerkeingang. Es wird ein Lan Verteiler benötigt, der die Wegweisung der versendeten Datenpakete übernimmt und genügend Anschlüsse für alle Endgeräte besitzt.

Der Lan Switch ist ein derartiger Vermittler. Wie das aus dem Englischen kommende „switch“ schon deuten lässt, ist es die Aufgabe des Gerätes, die Weichen für die Datenpakete hin und her zu wechseln.

Wie setzt ein Switch die Weichen für Datenpakete?

Jedes Gerät besitzt eine eindeutige MAC-Adresse. Ist Kommunikation mit einem anderen Gerät notwendig, sendet es ein Datenpaket mit der eigenen MAC-Adresse, den eigentlichen Daten und der Ziel-MAC-Adresse an den Netzwerkport. Der damit verbundene Lan-Switch leitet das Datenpaket an das Gerät mit der Ziel-MAC-Adresse weiter. Sind an den Lan Switch mehrere Geräte angeschlossen, können auch mehrere Datenpakete nahezu gleichzeitig vermittelt werden. Der Switch merkt sich in einer internen Tabelle (SAT) welche MAC-Adressen an den einzelnen Ports anliegen. Dadurch wird eine lange Suche nach dem richtigen Empfänger vermieden. Andere Geräte wie der Hub sind bei der Vermittlung deutlich langsamer, wodurch die Datenpakete erst später beim Ziel eintreffen als beim Switch.

Warum werden Switches gebraucht?

In einem Mehrfamilienhaus befindet sich der Internetanschluss meist im Keller. Der Router verarbeitet die ein- und ausgehenden Signale und versendet sie an die Geräte im ganzen Haus. Ein handelsüblicher Router besitzt 4 – 5 LAN-Ports. Verwenden Sie allerdings einen Port für die Verbindung mit einem Switch, steigt die Anzahl der Geräte, die mit dem Internet kommunizieren können.

Den Kauf eines 2 Port Lan Switches für diesen Zweck können Sie sich allerdings sparen. Ein Port wird für die Verbindung zum Router gebraucht, wodurch nur noch ein weiteres Gerät angeschlossen werden kann. Ein Nutzen wäre so nicht mehr gegeben.

Was sind die Vorteile eines Switches

Lan Switch

Ein Switch leitet im Betrieb mehrere Datenpakete gleichzeitig nebeneinander an die jeweiligen Ports. Bei anderen, meist älteren Geräten kann nur ein Gerät senden oder empfangen. Die Geschwindigkeit der Übertragung sinkt, der Datenaustausch kommt zum Erliegen.

Auch Geräte, die jeden Empfänger erst einzeln suchen müssen, können nicht mit dem Switch mithalten. Ist die Ziel-MAC-Adresse noch nicht bekannt, wird das Paket an alle Ports weitergeleitet, bis der Empfänger gefunden ist. Ab diesem Zeitpunkt kennt der Switch den Ausgang des Empfängers und kann beim Eintreffen eines Paketes blitzschnell reagieren.

Der große Vorteil eines Switches liegt in der schnellen Weiterleitung der Datenpakete. Im Voll-Duplex-Modus wird an einem Port gleichzeitig gesendet und empfangen, was die maximale Geschwindigkeit verdoppelt und Datenkollisionen ausschließt. Wenn die Zuleitung der Daten schneller vonstatten geht als die Weitergabe, puffert der Lan Switch die Daten und sendet sie, sobald wieder Kapazität vorhanden ist.

Kriterien beim Kauf eines Switches

Vor dem Kauf eines Switches sollten einige Kriterien beachtet werden. Viele Switches sind nur mit zwei bis vier Ports ausgestattet, Einfamilienhäuser kommen damit bereits über die Kapazität. Ein 8 Port Switch reicht bei den meisten Haushalten hingegen aus.

Erst wenn mehrere Drucker, Spielekonsolen und Computer angeschlossen werden, kommt er an seine Grenzen. Für Büroräume werden Switches mit Kapazitäten wie 64 oder 128 Ports verwendet. Für Eigenheime stellen diese Größenordnungen nur Geldverschwendung dar.

Auch bei der Durchsetzrate sollten die Augen aufgemacht werden. Die besten und schnellsten Leitungen haben keinen Nutzen, wenn der Switch zu langsam arbeitet. Die Durchsetzrate wird immer in MBit/s oder Gbit/s angegeben. Je nach Portanzahl und gewünschter Geschwindigkeit an den Ports sollte dieser Wert höher oder niedriger liegen. Werden 8 Ports an einem Switch mit einer Rate von 1 GBit/s belegt, teilt sich die Geschwindigkeit an den Ports durch alle Ausgänge. An jedem Port wäre also ein Datendurchsatz von 125 MBit/s möglich, was der Geschwindigkeit eines normalen Hausanschlusses mit Glasfaser entspricht.

Zwei Switches im Vergleich

Sieht man sich einen Switch vom Hersteller TP-Link für unter 20 € und ein Gerät von NETGEAR mit einem Preis von über 60 € an, fallen einige Details ins Auge.

1. NETGEAR GS108T

Der GS108T von NETGEAR besitzt 8 Ports und überträgt Daten mit einem Durchsatz von 2 GBit/s an die Empfänger. Angriffe auf das Netz durch das massenhafte Senden von Datenpaketen (DoS) werden automatisch abgewehrt. Die Durchsetzrate kann eingegrenzt werden, um die gesamte Bandbreite gerecht an die Ports zu verteilen. Außerdem kann bestimmter Traffic, der auf Echtzeit-Übertragung angewiesen ist, priorisiert werden. Dazu gehören zum Beispiel Internet-Fernsehen oder Videospiele. Mit einer webbasierten Benutzeroberfläche lässt sich der Datenfluss komfortabel kontrollieren. Das Gewicht von knapp einem Kilogramm verschafft dem Lan Switch einen hochwertigen Eindruck. Die Leistung des Switches fällt mit 6 Watt zubuche.

Angebot
NETGEAR GS108T mit 8 Ports
  • Smart Switch mit VLAN, QoS, IGMP snooping, Link Aggregation, ACL, IPv6, Web-Management
  • Acht Gigabit Ethernet Ports; klein und leise; Desktop Formfaktor

2. TP-Link TL-SG105

Der TL-SG105 von TP-Link kommt mit 5 Ports aus, der Durchsatz von 2 GBit/s bleibt allerdings der Gleiche. Die kleinere Baugröße sorgt für ein Gewicht von 360 Gramm. Mit 2,4 Watt ist der Stromverbrauch allerdings niedriger. Grund dafür ist die moderne Energiespartechnik, bei der inaktive Ports erkannt und in den Energiesparmodus versetzt werden. Lüfter werden im Gerät nicht benötigt, was für einen nahezu unhörbaren Betrieb sorgt. Das metallic blaue Metallgehäuse verschafft dem TL-SG105 einen hochwertigen Eindruck. Auch hier wird durch die Gerätesoftware automatisch der Traffic optimiert. Ungestörtes Fernsehen über das Internet ist also auch bei dem kleineren Switch garantiert. Der Hersteller wirbt außerdem mit dem Feature „Plug-and-Play„, das keine Konfiguration vor dem Betrieb notwendig macht.

Angebot
TP-Link TL-SG105 mit 5 Ports
  • Flusskontrolle nach IEEE802.3x für zuverlässige Datenübertragung
  • Plug-and-Play, keine Konfiguration notwendig; Optimiert Datenverkehr; IGMP-Snooping; Unmanaged

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