Datenklau 4.0: Wie können sich Unternehmen schützen?

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Datenklau

Laut einer aktuellen Studie vom IT-Branchenverband Bitkom sind in den letzten 2 Jahren 53 Prozent der deutschen Unternehmen Opfer von Wirtschaftsspionage geworden.

Dadurch ist ein Schaden von rund 55 Milliarden Euro entstanden. Das zeigt wiederum was für einen Stellenwert die IT-Industriespionage inzwischen eingenommen hat und wie wichtig es ist sich dagegen zu schützen.

Wann spricht man von Industriespionage?

Von Industriespionage spricht man immer dann, wenn staatliche Geheimdienste oder Firmen bestimmte Maßnahmen ergreifen, um die Konkurrenz mit dem Ziel eines Wettbewerbsvorteils auszuspähen. Dieses Ausspähen erfolgt in der Regel mittels Cyberangriffen bzw. Hackerangriffen, um an wichtige Informationen zu gelangen. So sollen zum Beispiel geheime Informationen zu neuen Produkten, Formeln, Verfahren, Zukunftsplänen oder Entwürfen abgegriffen werden, um diese für sich selbst zu Nutze zu machen.

Da die Tendenz im Rahmen der zunehmenden Digitalisierung in diesem Bereich steigend ist, ist es umso wichtiger geworden, dass sich Unternehmen davor schützen. Erst in jüngster Zeit wurden bereits zahlreiche deutsche Unternehmen wieder Opfer von Hackerangriffen. Ausgespäht wurden sie dabei schon seit einer längeren Zeit aus China, Russland und den USA. Unternehmen sollten das Thema Sicherheit also auf keinen Fall unterschätzen. Da inzwischen nahezu alles digital erledigt und abgespeichert wird, können bei einer fehlerhaften Sicherheitspolitik in diesem Bereich Schäden in Millionenhöhe bis hin zum Ruin des Unternehmens verursacht werden.

Industriespionage: Häufig betroffene Branchen

Von Industriespionage sind besonders häufig mittelständische Unternehmen betroffen, da diese nicht so viel Wert auf hohe Sicherheitsmaßnahmen legen. Bei den Tätern handelt es sich meistens um ehemalige oder aktive Mitarbeiter von Geheimdiensten oder angegliederte, externe IT-Unternehmen. Laut Bitkom und dem Bundesamt für Verfassungsschutz sind mittelständische Unternehmen mit innovativen Produkten besonders attraktiv und dass auch speziell wegen ihrer häufiger Sicherheitslücken. Hinzu kommt, dass diese Unternehmen oftmals die Zulieferer von großen Konzernen sind, so dass sich die Angreifer auch einen Zugriff darauf erhoffen.

Anzeichen für Industriespionage erkennen

Industriespionage

Stutzig sollten Unternehmen werden, wenn Mitbewerber ein nahezu identisches Produkt anbieten und dies günstiger angeboten wird, als das eigene Produkt. Alles in allem sollten Unternehmen wachsam sein und aktiv werden, wenn Plagiate der eigenen Produkte auf dem Markt auftauchen oder wenn geheime Betriebsinformationen plötzlich an die Öffentlichkeit gelangen. Weitere Anzeichen für einen Datenklau sind häufig wenn Mitarbeiter plötzlich und unerwartet zur Konkurrenz wechseln. Eine sehr offensichtliche Form für Industriespionage besteht auch wenn Unbekannte in das Unternehmen einbrechen, um keine Sachwerte zu stehlen, sondern stattdessen heimlich Abhörgeräte oder Kameras anbringen.

Wie auf potenzielle Angriffe reagieren?

Sind Anzeichen vorhanden, die auf einen Angriff schließen lassen, besteht der erste Schritt immer darin eine offizielle Behörde wie die Staatsanwaltschaft, Polizei oder den Verfassungsschutz zu informieren und IT-Sicherheitsexperten zu beauftragen, um die Systeme auf Lücken und tatsächlich durchgeführte und unerlaubte Zugriffe zu überprüfen. Letztere kümmern sich dann gleichzeitig darum die Sicherheitslücken zu schließen, damit nicht noch weitere Informationen an die falschen Hände gelangen können.

Wichtige Schutzmaßnahmen

Damit es erst gar nicht zu Industriespionage kommt, sollten unbedingt in jedem Unternehmen entsprechende Vorbeugemaßnahmen getroffen werden. Dazu gehört zum einen die Verwendung von speziellen Alarmsensoren, einen Abhörschutz und Einbruchsicherungen, da Spionage auch häufig über diesen Weg stattfindet. Des Weiteren ist ein umfangreiches IT-Sicherheitskonzept unabdingbar. Wichtig ist hier, dass nicht nur einzelne Bereiche und Computer durch ein Virenschutzprogramm oder Firewalls abgesichert werden, sondern auch die Netzwerk-Sicherheit spielt eine wichtige Rolle. Eine weitere Sicherheitslücke stellen häufig veraltete Router dar, diese sollten mit Bedacht ausgewählt werden. Zu empfehlen sind hier Modelle von deutschen Herstellern.

Finale Anmerkung

Alles in allem wird in dem Bereich IT-Industriespionage Unternehmen empfohlen ein ganzheitliches Gesamtkonzept zu entwickeln, am besten mit Hilfe von IT-Sicherheitsexperten, so dass auch wirklich alle potentiellen Schwachpunkte abgesichert werden können. Viele Unternehmen machen nämlich noch immer den Fehler und setzen auf punktuelle Lösungen. Dies ist aber nicht effektiv genug, umso wichtiger ist es die Sicherheit seines Unternehmens stets im Blick zu haben.